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2005

Rechenschaftsbericht von Hut-ab- Steffie

Liebe Tourteilnehmer, Radsportfreunde und solche, die es werden wollen!


Die diesj├Ąhrige Westsektorenrundfahrt ist Geschichte, so wie die Mauer, auf deren Spuren wir uns bewegt haben.
Am Samstag, dem denkw├╝rdigen 13. August, haben wir uns um 9.30 Uhr am Brandenburger Tor getroffen. Wir, das waren Gro├č ÔÇô Ukk, Tanne, Britta, Klein ÔÇô Ukk, Nase, Steffi und Mark.
Tourteilnehmer der 1. Etappe waren: Nase, Steffi, Tanne, Gro├č ÔÇô Ukk und Britta im Shuttleservice.
Doch auch der kleine Ukk sollte gleich zu Beginn eine wichtige Rolle spielen.
Wir hatten uns gerade zum Startphoto vor der Quadriga aufgestellt als mein Muli das 1. Mal bockte. Ich hatte einen Platten, noch bevor wir 100 Meter gefahren sind. Das Fahrrad kam in den Portas ÔÇô Transporter und der Fahrradh├Ąndler am Alex reparierte das gute St├╝ck in 10 Minuten. Nun noch die frisch gedruckten Westsektorenrundfahrt ÔÇô T ÔÇô shirts angezogen und es konnte endlich losgehen. Nat├╝rlich fuhren wir vom Alex zum Brandenburger Tor zur├╝ck, um auch ja nichts zu verf├Ąlschen. Die Kilometerz├Ąhler wurden auf NULL gestellt und die eigentliche Rundfahrt konnte beginnen.
Bezeichnend f├╝r die 1. Etappe waren die Pausen. Die erste legten wir gleich nach ca. 1,7 Kilometern ein. Schnittchen, Pfeifchen, die Beine ausstrecken und die Route besprechen, dann ging es schon weiter.
Das Wetter war uns hold (auf der ganzen Tour) und obwohl es ├╝berwiegend bedeckt war und sich die ÔÇ×gelbe SauÔÇť nur selten am Himmel zeigte, blieben wir bis auf wenige Ausnahmen trocken.
Bei Friede Springer vorbei ging es nun nach Kreuzberg in die K├Âpenicker Stra├če zum Fr├╝hst├╝ck.
Frisch gest├Ąrkt, fuhren wir den vorgegebenen Weg weiter. ├ťber das Schlesische Tor nach Treptow, lie├čen den Grenzwachturm an der Puschkinallee links liegen, vorbei an der Wagenburg, parallel zum Landwehrkanal und hielten H├Âhe Kiefholzstra├če zum 1. Photo direkt auf dem Mauerstreifen.
Diesen verlie├čen wir jetzt kurzzeitig um auf dem schnellsten Weg am Heidekampgraben bis nach Baumschulenweg und zur Autobahnauffahrt Sp├Ąthstra├če zu gelangen.
Erstmal drauf, gab es f├╝r uns kein Tempolimit mehr. Wir rasten bis zum vorl├Ąufigen Ende, Altglienicke, Wegedornstra├če.
Als wir den steilen Abhang, der uns von der schnellen Stra├če hinabf├╝hrte, unbeschadet ├╝berwunden hatten, wartete schon das n├Ąchste Abenteuer in Rudow auf uns.
Wir fanden uns pl├Âtzlich auf einer Weide, umzingelt von wilden Tieren wieder. Einige von ihnen schienen aus Hannover zu stammen. Auf Grund der ├╝bergro├čen Angst und der Hast, die wir bei unserem Aufbruch an den Tag legten, lie├č Ukk seinen prall gef├╝llten Rucksack stehen. Im Ostburger Eck legten wir deshalb eine Zwangspause ein und zum Gl├╝ck waren alle Reicht├╝mer noch da, als Ukk seine ÔÇ×Sieben SachenÔÇť wieder abholte. Er kam gerade noch rechtzeitig dazu, als ein paar Banditen den Fund gerade untersuchen wollten.
Nach dieser Aufregung ging es nun in aller Ruhe und wieder mit vielen Pausen weiter.
Zuerst auf der Waltersdorfer Chaussee stadteinw├Ąrts bis wir am U-Bhf Rudow links auf die Gro├čziethener Stra├če gelangten.
Wenn ich mich recht erinnere beging Ukk auf dieser Stra├če den gr├Â├čten Fehler dieser Reise. Er verstellte seinen Fahrradsattel um von nun an bequemer zu sitzen. Doch das war fatal und hatte schlimme Folgen. Von nun an hielten wir n├Ąmlich alle 500m bis 2km an, damit der Sattel wieder festgeschraubt w├╝rde. Nach und nach waren die Nerven zum Zerrei├čen gespannt und jeder blickte angsterf├╝llt auf den n├Ąchsten Huckel.
Der D├Ârferblick wurde diesmal umfahren und nun immer der ÔÇ×NaseÔÇť nach bis nach Lichtenrade.
Bei einer Regenpause gab es lecker Rippchen, Eier und selbstgebackenes Brot von Britta.
Nun befanden wir uns wieder direkt auf dem ehemaligen Grenzstreifen und radelten bis nach Teltow.
Das letzte St├╝ck bis zum Zeltplatz f├╝hrte uns direkt am Ufer des Teltowkanales entlang. Ein schmaler Weg, der teilweise stark zum Kanal hin abgesenkt war, forderte unser ganzes K├Ânnen und unsere gesamte Konzentration.
Ein Crash zwischen Ukk und Tanne kurz vor dem Ende unserer 1. Etappe forderte keine Menschenopfer und so kamen wir dann gl├╝cklich und wohlbehalten zum Ziel unserer 1. Etappe.
Gabi, Ukk und Mark erwarteten und schon und sp├Ąter kam auch Britta dazu.
Nun war nur noch unser Nachtlager ungekl├Ąrt, denn der Zeltplatz war ausgebucht. Ersatz wurde schnell gefunden. Im Hotel ÔÇ×More oneÔÇť gegen├╝ber vom ÔÇ×IltisÔÇť legten wir unser m├╝des Haupt zur Ruhe.


Am Morgen der 2. Etappe gesellten sich Kai und Stefan nach dem Fr├╝hst├╝ck zu uns.
Mit diesen 7 Mann, waren wir die erste und gr├Â├čte Gruppe, der Peter B├Âger die letzten ├ťberreste der G├╝st Drewitz ÔÇô Dreilinden zeigte und erl├Ąuterte. Es waren spannende und interessante 1,5 Stunden, doch dann mussten wir weiter.
Zuerst ging es ganz entspannt durch den Wald zum Wannsee hinunter.
Auf der F├Ąhre nach Kladow vermuteten einige Tourteilnehmer ein Bombenattentat durch verschleierte Mitfahrer, doch auch diesen Streckenabschnitt haben wir unbeschadet ├╝berstanden.
In Kladow gab es auf dem Hafenfest ein Bier und f├╝r Ukk, der am Vorabend bei der leidgepr├╝ften Kellnerin eine ÔÇ×gep├Âkelte Eulenfresse in AspikÔÇť bestellt hatte, gab es von uns eine Eule am Spie├č.
Unser Weg f├╝hrte uns im weiteren Verlauf der Reise am Hahnenberg vorbei und durch wundersch├Âne W├Ąlder mit Achterbahncharakter.
Wir rollten direkt bis ins ÔÇ×GrenzeckÔÇť, die dunkelste Eckkneipe neben dem ÔÇ×EisbeineckÔÇť.
2 Bier und ein paar bl├Âde Spr├╝che sp├Ąter ging es mit immer wunderem Hintern wieder auf das Folterger├Ąt in Richtung Niederneuendorf.
Das sollte das Ende der 2. Etappe sein, doch wir kamen zu fr├╝h ÔÇô es war erst 16.00 Uhr.
Also beschlossen wir weiter zu fahren und brachten Kai bis vor die Haust├╝r.
Obwohl die 2. Etappe k├╝rzer und die Wege besser ausgebaut waren, f├╝hlten wir uns am Ende des Tages ausgepumpt und leer.
Das sollte sich jedoch in der Pension, gegen├╝ber vom S-Bhf Birkenwerder, rasch wieder ├Ąndern.
Nachdem unsere Shuttle ÔÇô Service ÔÇô Britta wieder bei uns war, gab┬┤s Abendbrot und reichlich Bier. Erst im Gastraum, der bis unter die Decke mit amerikanischen Autokennzeichen gepflastert war und sp├Ąter im komfortablen Zimmer mit eigenem Bier.
Es gab sogar einen Fernsehanschluss, doch leider konnten wir bis heute nicht kl├Ąren, wie viel Cent in der Dauergewinnsendung nun zu sehen waren.
Wir feierten den zweiten Etappensieg bis in die fr├╝hen Morgenstunden.


Da uns die 2 Mitstreiter der 2. Etappe bereits am Vorabend verlassen hatten, kam nun der Ersatzmann Kiel zum letzten Abschnitt herbeigeradelt.
Anf├Ąnglich gab es ein paar Probleme mit der Route, doch dann, es war schon gegen 11.00 Uhr, ging es los.
Von Birkenwerder aus starteten wir nach Nordbahn Glienicke und besichtigten unterwegs viele sch├Âne Villen und H├Ąuser.
Nun ging es hart links weiter bis wir das Tegeler Flie├č erreichten. Wir bem├╝hten uns die zahlreichen Jogger und Walker gro├čr├Ąumig zu umfahren. Alles ging gut bis der Boden anfing unter uns nachzugeben, sprich sumpfig zu werden.
Das war Tannes` Ungl├╝ck!
Alle Mitstreiter umfuhren das gemeine Sumpfloch langsam und vorsichtig, doch Tanne, im fr├╝heren Leben Stuntman, preschte mittendurch.
Das Vorderrad blieb stecken, das Hinterrad kam wie einem bockigen Pferd hoch und Tanne segelte wie im Geier ÔÇô Sturzflug in den Dreck. Ein unvergesslicher Augenblick!!!
Ein St├╝ck weit ging alles gut, bis wir zu einem Reiterhof kamen, wo adrette Springreiterinnen ihr K├Ânnen zeigten.
Doch nicht f├╝r jeden liegt alles Gl├╝ck dieser Erde beim Pferde. Nase hatte sich wohl zu dicht an den Zaun gewagt, als eines dieser garstigen Tiere die N├╝stern bl├Ąhte und ihn anschnodderte. IIHH, PFUI, BAH BAH
Um nach L├╝bars zu gelangen, mussten wir einen irren Berg bezwingen. Nat├╝rlich ging meine Gangschaltung (eh nur 3 G├Ąnge) kaputt und Nase war so freundlich sie zu reparieren als keine Steigung mehr vor uns lag.
Auf dem Weg nach Wilhelmsruh sah man zum 1. Mal wieder den Fernsehturm und heimatliche Gef├╝hle stellten sich ein.
Nachdem wir ein Werksgel├Ąnde, mit einem St├╝ck der Mauer darauf, passiert hatten, stillten wir unseren Hunger in einem gem├╝tlichen Lokal an der Schulzestra├če.
Frisch und ausgeruht ging es auf dem Grenzstreifen weiter, bis zur Bornholmer Br├╝cke, vorbei am Mauerpark und dem Jahn Sportpark.
An der Bernauerstra├če konnten wir ein St├╝ck der wieder aufgebauten Mauer, mit dahinter liegendem Grenzstreifen, besichtigen.
Obwohl niemand ernsthaft verletzt war fuhren wir ├╝ber das Charit├ęgel├Ąnde und dann schnurstracks ins Regierungsviertel.
Ein kurzer Abstecher f├╝hrte uns noch unter den neuen Lehrter Bahnhof.
Den Reichstag lie├čen wir nun rechts liegen und kamen auf die Zieleinfahrt zum Brandenburger Tor.
Die 2. Westsektorenrundfahrt war nun eigentlich zu Ende doch das musste nat├╝rlich geb├╝hrend und teuer gefeiert werden.
Das taten wir ausgiebig im ├Ąltesten Lokal Berlins, ÔÇ×Zur letzten InstanzÔÇť!

Diese Fahrt hat irre Spa├č gemacht, ich kann es nur jedem empfehlen selbst einmal daran teilzunehmen.

Liebe Gr├╝├če, Eure Hut ÔÇô ab - Steffi

Picknick am Reichshauptpolizeiamt 2tes Picknick Schlesisches Tor
Start am Brandenburger Tor
Maueranker geworfen Autobahn
Autobahn,noch unbefahren
Auf der Weide in Lichtenrade Sattel, die 6te
Picknick,Japanische Allee Ankunft nach 55km auf Zeltplatz Teltow
Tag 2, Besichtigung des Grenzturms (Super!!!)
├ťbersetzen mit der F├Ąhre, Wannsee
Blick auf die Goebbelsvilla, Schwanenwerder
Hahnenkamp, in Kladow
Maueropfer-Denkmal
Pilsbier im Grenzeck, N├Ąhe Heerstrasse Idylle pur. Mauerweg Richtung Hennigsdorf
Br├╝cke in Hennigsdorf
Tag 3. Frohnau ein Highlight- das Tegeler Flie├č
Tanne in der Pf├╝tze
Mauerweg in L├╝bars
BFC von hinten, Cantianstadion vom Mauerweg
Bernauer Stra├če, Gedenkst├Ątte
Charitegel├Ąnde, hinten Lehrter Bahnhof im Bau Absacker zur letzten Instanz